Sonderleistungen

Ultraschall in der Schwangerschaft: Die Ultraschalluntersuchung in den ersten drei Monaten hat zu entscheidenden Verbesserungen in der Überwachung der Frühschwangerschaft geführt.

Diese Ultraschalluntersuchung in der Frühschwangerschaft ist im Mutter-Kind-Paß derzeit noch nicht vorgesehen. In Deutschland ist diese Untersuchung bereits als Routine in die Schwangerschaftsuntersuchung aufgenommen.

Wann sollte eine Ultraschalluntersuchung bereits in der Frühschwangerschaft
(d.h. bis zur 12. Schwangerschaftswoche - SSW) durchgeführt werden:
Zur Feststellung der richtigen Einnistung und Anlage des Embryos (Ausschluß einer Eileiterschwangerschaft)
Die Bestimmung des genauen Schwangerschaftsalters und damit die Berechnung des exakten Geburtstermins.
Feststellung der Vitalität (Nachweis von Herzaktionen des Embryos)
Erste Möglichkeit auf Ausschluß oder Feststellung von Risikofaktoren

Feststellung der richtigen Einnistung und Anlage des Embryos

Nachdem eine Eileiterschwangerschaft für die Mütter eine akute lebensbedrohende Krankheit darstellt, ist der Nachweis der normalen Einnistung des Embryos in der Gebärmutter unerläßlich. Bei einer normalen Einnistung dient die Beurteilung der embryonalen Anlage dazu eine Fehlanlage auszuschließen (Windei).

Die Bestimmung des genauen Schwangerschaftsalters und damit die Berechnung des exakten Geburtstermins

Die letzte normale Regelblutung ist nicht immer bekannt bzw. verläßlich um den Geburtstermin genau zu bestimmen. Die verläßlichste Methode ist die Ultraschalluntersuchung in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten. Eine spätere Ultraschalluntersuchung ist wesentlich ungenauer, weil bereits individuelle Größenunterschiede aufgrund von Erbanlagen auftreten. Ein falsch berechneter Geburtstermin (mehr als 7 Tage) kann eine Reihe von Schwierigkeiten nach sich ziehen.

Feststellung der Vitalität

Kindliche Herzaktivitäten sind etwa eine Woche nach dem Ausbleiben der letzten Regelblutung darstellbar (d.h. 5. SSW). Ist in der 7. Schwangerschaftswoche keine Herzaktivität feststellbar, muß man mit einer gestörten Schwangerschaft rechnen.
Zweite Möglichkeit auf Ausschluß oder Feststellung von Risikofaktoren
Sogenanntes Nackenödem oder Halszysten
Die Wahrscheinlichkeit der Störung der Erbanlage des Kindes liegt bei 60 %. Gröbste Fehlbildungen der Körperkonturen des Embryos lassen sich bereits ausschließen.
z.B.:
offene Wirbelsäule
fehlende Hirnschädelanlage (sog. Anenzephalus)
Fehlanlage der Arme bzw. Beine
Diese Untersuchungen haben seit der Einführung der Vaginal-Ultraschall-Technik sehr viel an Verläßlichkeit gewonnen. Die durch die Scheide ausgeführte Methode ist der Schallmethode an Genauigkeit weit überlegen.